„Saufraum“ ist ein Unwort
Die JU Dortmund äußert sich in der Pressemitteilung zur Wortbenutzung und sichert dem OB-Kandidaten Joachim Pohlmann Unterstützung zu.
Seit der letzten Woche wird im Dortmunder Rat offen über die Einrichtung eines „Saufraumes“ gesprochen. JU-Kreisvorsitzender Felix Monegel begrüßt die Debatte: „Es ist allerhöchste Zeit, dass die Stadt den Beschwerden der betroffenen Bürger in der Nordstadt nachgeht. An dieser Stelle kann die Politik konkret zur Verbesserung der Lebensumstände beitragen.“ Am Samstag besuchte JU Kreisgeschäftsführer Fabio Borggreve zusammen mit dem stellvertretenden Kreisvorsitzenden der JU Christian Hallmann und OB-Kandidat Joachim Pohlmann eine dazu einberufene Bürgerversammlung in der Nordstadt.
Während der sehr emotionalen Debatte richtete Fabio Borggreve klare Forderungen an das Ratsmitglied Frau Dr. Maria Hetmeier: „Die desolate Situation am Nordmarkt ist nicht mehr hinnehmbar. Das Sicherheitskonzept der SPD hat seit Jahren keine Verbesserung der Lage gebracht. Es wird stattdessen täglich schlimmer. Für Kinder und alte Menschen ist die Situation eine unerträgliche Belastung.“
Stadtrat Wilhelm Steits berichtete den aufgebrachten Bürgern von dem Kieler-Modell eines sog. „Saufraumes“. Der ebenfalls anwesende OB-Kandidat Pohlmann bezeichnete das Wort „Saufraum“ als ein menschenunwürdiges Wort. Dies gibt in jeder Hinsicht die Auffassung der JU Dortmund wieder. „Zwar muss die Situation am Nordmarkt dringend gelöst werden“, betonte Borggreve weiter, „es geht dabei jedoch immer noch um Menschen. Gleichwohl muss der täglich stattfindende ungehemmte Alkoholkonsum vor den Augen der Bewohner endlich ein Ende haben.“
„Bei der Diskussion um den so genannten Saufram darf es nicht bleiben“, betont Felix Monegel. „Gleichzeitig muss man die Ursachen für öffentlichen und übermäßigen Alkoholkonsum suchen und bekämpfen sowie die Präsenz von Polizei und Ordnungsamt stärken.“
Die JU Dortmund wird die Debatte im Rat weiter beobachten und den OB-Kandidaten Pohlmann bei der Lösung des Problems unterstützen. |