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07.02.2010, 14:46 Uhr | Übersicht | Drucken
Junge Union fordert: Hengstenberg muss zurücktreten!




In den letzten Tagen hat die Meldung, dass Frank Hengstenberg als kaufmännischer Geschäftsführer zur EDG wechselt, hohe Wellen geschlagen. Mit der im Laufe der Woche stattfindenden außerordentlichen Sitzung des Aufsichtsrates wird der Wechsel aller Voraussicht nach vollzogen.

Die Junge Union Dortmund zeigt sich von den Ereignissen der letzten Woche sehr überrascht. „Von einem langjährigen Fraktionsvorsitzenden kann man ein wenig mehr Fingerspitzengefühl erwarten“, sagt ein von Hengstenbergs Verhalten sichtbar enttäuschter JU-Kreisvorsitzender Felix Monegel. „Sowohl der Zeitpunkt als auch die Art und Weise, in der Hengstenberg Fraktion und Partei über den anstehenden Wechsel informiert hat, sind schlichtweg inakzeptabel.“ Eine frühzeitige Offenlegung der Thematik hätte wesentlich zur Versachlichung der Diskussion beigetragen.

Die Junge Union Dortmund hat sich stets gegen den Filz in der roten Hochburg Dortmund gewehrt, zuletzt mit OB-Kandidat Joachim Pohlmann im Kommunalwahlkampf. Die Wahrnehmung des Postenwechsels in der breiten Öffentlichkeit entspricht jedoch leider gerade dem Bild vom „Filz in der Kommunalpolitik“. „Und deshalb“, argumentiert Monegel, „hätte der langjährige Fraktionsvorsitzende die Auswirkungen seines Handels frühzeitig reflektieren und dementsprechend anders handeln müssen.“

 

Die Junge Union ist von Frank Hengstenberg persönlich tief enttäuscht, weil dieser anscheinend seine persönlichen Interessen über das Wohl der CDU stellt und somit der Partei schadet.

 

Aus den genannten Gründen empfiehlt die Junge Union Frank Hengstenberg mit der Wahl von allen politischen Ämtern mit sofortiger Wirkung zurückzutreten: „Mit diesem Schritt würde Hengstenberg die Konsequenzen aus den Ereignissen der letzten Tage ziehen und weiteren Schaden von Partei und Fraktion abwenden.“

 

Letztendlich sieht die Junge Union die Glaubwürdigkeit der Politik gefährdet.

 

Dazu trägt leider nicht zuletzt auch die erneut unerwartet öffentlich geäußerte und unsachliche Kritik von ehemaligen OB-Kandidaten, die über elf Jahre die Möglichkeit konstruktiver Mitarbeit in der Regel nicht wahrgenommen haben, bei. Dies sei genauso parteischädigend wie die oben genannten Vorgänge um Hengstenberg, so Vorsitzender Felix Monegel.

 

Gleichermaßen appelliert die JU Dortmund an alle Mitglieder, Freunde und Unterstützer, die Partei in dieser Situation mit konstruktivem Einsatz und Engagement zu unterstützen. Diese Einladung, so Monegel, sei ausdrücklich auch in die Richtung des ehemaligen OB-Kandidaten zu verstehen, denn: „Für konstruktive Kritik und parteiförderlichen Meinungsaustausch ist es nie zu spät.“

 


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